Beschreibung
Herkunft & Terroir
Die Trauben für diesen Wein stammen aus der besten Rieslinglage Deutschlands dem Appenheimer Hundertgulden. Die Spitzenlage wurde 1148 das erste Mal in einer päpstlichen Schenkungsurkunde erwähnt und gehört somit zu den ältesten Lagen Deutschlands. Es handelt sich hierbei um eine Südwestlage, welche optimal die Abendsonne ausnutzt. Dies ist für den Riesling besonders wichtig, da er als „Spätaufsteher“ erst in den Abendstunden die größten Reifeschritte macht.
Auf dem korallenhaltigen Kalkstein des tertiären Urmeeres gewachsen, zeigt der Wein eine feine, salzige Mineralität, die das elegante Säurespiel harmonisch integriert. Mit einer sehr geringen Ertragsmenge von nur 55 Litern pro 100 Quadratmeter ist dies ein konzentrierter Ausdruck des Terroirs.
Ausbau
Nach selektiver Handlese wurde vor dem Pressen eine Maischestandzeit von 12 Stunden eingehalten, um die Terroir‑Eigenschaften und die Fruchtkonzentration zu festigen. Die Gärung erfolgte spontan durch die natürliche Hefeflora des Weinbergs.
Ein anschließendes Feinhefelager, im Stückfass aus deutscher Eiche, rundete den Ausbau ab und sorgte für zusätzliche Textur und Harmonie vor der Abfüllung.
Sensorik
Kraftvolles Gelb kündigt Frische und Klarheit an. Das Bukett ist vielschichtig und verführt mit betörender Frucht: Pfirsich, Limette und Aprikose treten klar hervor, begleitet von einer feinen, salzigen Mineralität. Am Gaumen zeigt sich der Wein kräftig und reich, ohne an Eleganz zu verlieren; die Säure ist fein, verleiht Spannung und Länge.
Die mineralische Kante und die typische salzige Note am Gaumen machen den Hundertgulden zu einem prägnanten, terroirbetonten Riesling, der Kraft und Finesse verbindet.





